Werte Gourmetfreunde,
Da meine Mutter leicht krank ist, wurde ich von ihr heuer beauftragt, am Christtag die Familie zu bekochen. Ein Vollblutkoch wie ich kann dieses Angebot natürlich nicht abschlagen und sieht darin endlich die Chance, großen Worten auch große Taten hinter dem Herd folgen zu lassen.
Menüauswahl fiel trotz kurzer Vorbereitungszeit nicht allzu schwer, da die Weihnachtsente schon im Gefrierfach schlummerte, und das Beilagenspektrum für Enten relativ narrow ist.
Pünktlich um 8.45 wurde die Kochschürze umgeschwungen und die Ente auf ihren Ofengang vorbereitet. Nach anfänglichen Zweifeln und Einwänden an meiner Kochkunst machte ich meiner Mutter gleich klar, wer heute die Kochschürze anhatt und degradierte sie zur suppenkochenden Küchengehilfin. Besonders hilfreich bei der Zubereitung war ein hochflexibles Küchen-Setup, welches mir in Graz leider noch nicht zur Verfügung steht. Auf Details in der Zubereitung möchte ich jetzt nicht eingehen, die Quindessenz bei der Ente ist ihre Orangen-Thymianfüllung sowie das iterative Betreufeln mit dem Orangen-Entenfond und die Garnierung mit karamelisierten Orangenfilets.
Hier der opulente Hauptgang:
Canard à l'orange (Orangenente auf franzoesische Art) an Apfelrotkraut und Serviettenknödel
Summa summarum bin ich mit meiner Performance zufrieden, und auch das Feedback der 8-köpfigen Familie war durchwegs positiv(Prädikat "Sehr gut" vom Großvater).
Zu guter Letzt wünsch ich euch allen schöne Feiertage und ein erfolgreiches Gourmetjahr 2010!
Hier noch ein paar Impressionen:
Freitag, 25. Dezember 2009
Christtagsmenü 09
Eingestellt von Bernhard Petautschnig um 13:02 0 Kommentare
Freitag, 11. Dezember 2009
Jahresfinale - 2. Akt

Hauptgericht: Gedämpfter Heilbutt auf blanchierten Fisolen und Vanille-Weißweinsauce
Mark einer Vanilleschotte mit geriebener Zitronenschale und Olivenöl vermischen und damit den Heilbutt einbeizen. Danach wird der neu gekaufte Dampfgareinsatz entjungfert. Durch die Dampfgarmethode behält der Fisch seinen ursprünglichen Geschmack. Bitte unbedingt darauf achten, dass der gute Heilbutt keine "nassen Füsse" kriegt, dass heißt nur durch Dampf und nicht durch Wasser gegart wird. Inzwischen Vanilleschoten in Weißwein aufkochen, auf die Hälfte einreduzieren lassen und mit Sahne abschmecken. Den Heilbutt auf den blanchierten Fisolen anrichten und mit der Weißwein-Vanillesauce garnieren.
Wie ihr seht ist die Zubereitung kinderleicht, das Ergebnis nichts desto trotz durch die feine Vanillenote geschmacklich hochintressant.
Eingestellt von Bernhard Petautschnig um 19:48 0 Kommentare
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Jahresfinale - 1. Akt

Putenroulade "Hawaii" in Ananas-Pfefferrahm-Sauce mit Broccoli und Basmati
Kurz ein paar Worte zur Roulade: dünn geklopfte, mit Zitronenpfeffer und Dijon-Senf marinierte Putenschnitzel, gefüllt mit Backofenschinken, Schmelzkäse und Ananasstücken. Nach reschem Anbraten in Olivenöl kamen die guten Stücke für 15 Minuten in den vorgeheizten Herd. Den Bratrückstand mit gepfefferter Sahne (Rama Cremefine) und Ananassaft aufgegossen, ergibt eine herrlich cremige, süß-würzige Sauce. Beilagen dazu und ab auf den Gabentisch.
Bon Apetit!
Eingestellt von Michael Zangl um 19:03 0 Kommentare
Mittwoch, 9. Dezember 2009
Jahresfinale des perfekten WG-Dinners
Liebe Freunde der gehobenen Studentenküche!
Diese Woche leuten wieder die Gourmetglocken in der Rosenkranzgasse 6, das perfekte WG Dinner geht in die 4. Runde.
Bezogen auf die Jahreszeit lautet das Motto dieser Woche "leichte Vorweihnachtsküche".
Da wir beide an Gewichtsproblemen leiden(vor allem Ralf!!!) und in den Weihnachtsferien zuhause regelrecht gemästet werden, haben wir uns entschlossen, die deftigen Zutaten mal im Schrank zu lassen und auf die leichte, alternative Küche zu setzen.
Trotzdem werden wir uns bemühen, mit gefinkelten Rezepten Anregungen für die gourmettechnisch intressante Weihnachtszeit zu geben.
So viel mal von meiner Seite,
euer Bernard
Eingestellt von Bernhard Petautschnig um 17:53 0 Kommentare
Samstag, 5. Dezember 2009
Oma's Schweinsbraten
Geschätzte Leserinnen und Leser,
viel zu viele Tage sind schon vergangen seit meinem letzten Post. Als Neo-Blogger muss ich feststellen, dass eine regelmäßige "Wartung" eines solchen Blogs äußerst zeit- und gedankenraubend ist, wenn man bedenkt, dass Studenten bekanntlich viel zu wenig dieser beiden Resourcen zu Verfügung haben ;)...
Nun zum Wesentlichen meines Eintrags. Stellen sie sich vor: sie sitzen in Großmutters Küche, auf einem Tisch der älter ist als sie selbst. Auf einem Teller zwei herzhafte Fleischstücke. Das Fleisch ist innen zart und außen krustig, es duftet nach Gewürzen und beim hineinbeisen vergisst man alles um sich herum; man konzentriert sich einzig und allein auf den würzig, aromatischen ersten Bissen, eines perfekt kredenzten Schweinsbraten. Gut und gern 70 Jahre an Küchenerfahrung liegen in diesem Gericht. Es ist als würden Ostersamstag und Heiligabend gebündelt auf einen allwöchentlichen Samstag zusammenfallen. Es steckt wahrscheinlich kein großes Geheimnis hinter der Zubereitung, wenn man aber bedenkt wie viele Schopfstücke ihren Zauberhänden schon erlegen sind, bedarf es gar keinem. Vielmehr ist es die Routine und die Liebe zum Kochen und Essen, die in ihren Speisen voll zur Geltung kommen.
Ich ziehe meinen Hut vor diesem Meisterwerk, aber vielmehr ziehe ich den Hut vor meiner Großmutter. Müsste ich diesen Genussakt mit Punkten, von 1-10, bewerten würde ich 11 vergeben. Jetzt noch eine Tasse Espresso zur Abrundung und mein kulinarischer Samstag Mittag ist perfekt!
Respekt und Achtung
Eingestellt von Michael Zangl um 11:41 0 Kommentare